Jan-Martin BlumJan-Martin Blum (Windsurfing-Hamburg) gehört wie Lars Gobisch nicht zu den Surfern, die sich bei Contests mit den Anderen messen. Hat es genug Wind und ein paar schöne Wellen, ist der Hamburger Bauingenieur auf dem Wasser jedoch immer ganz vorne mit dabei. Und so läßt sich der “Maddin” die Supreme Surf Big Days natürlich auch nicht entgehen…

1. Wie bereitest Du Dich auf die Supreme Surf Big Days vor?
- Eigentlich nicht anders als sonst. Für mich beginnt die eigentliche Saison tatsächlich erst im Oktober! Es hat sich doch in den vergangenen drei Jahren abgezeichnet, dass die guten Windsurftage eher im Oktober, November und Dezember stattfinden, wo es hinterm Deich mal kracht. Allerdings ist eine regelmäßige Bewegung auf dem Mountainbike oder in den Laufschuhen Voraussetzung für einen ruhigen Puls ab 30 Knoten.

2. An welchem Manöver arbeitest Du gerade?
- Nichts Spezielles. Ich hau’ mich nach wie vor gerne mal weg! Abreiten ging diesen Herbst besonders gut in DK, da habe ich dann doch einiges am Timing und Feeling für die reanimierten Twinser tun können.

3. Kennst Du die Bedingungen um Warnemünde?
- Nein, im Frühjahr war ich ein paar Mal auf Rügen unterwegs und habe die schönen Wellen an der ostdeutschen Küste genießen dürfen. Freue mich jedoch auf die neue Erfahrung!

4. Wirst Du allem Contestdruck zum Trotz das Finale der Supreme Surf Big Days aufmischen?
- Ich denke eher nicht. Allerdings besuche ich diesen Contest gerne, da im Vordergrund nicht die Gesamtperformance steht, sondern das Windsurfen als Extremsportart. Hier wird genau das gezeigt, was Spaziergängern das „Ahh“ und „Ohh“ entlockt. Das ich sehr gerne bei viel Wind aufs Wasser gehe liegt daran, dass man sich auch mal auf dem Ostsee ordentlich wegschießen kann. Ich hoffe, dass wir auch in Warnemünde derartige Bedingungen vorfinden werden.

5. Welches sind Deiner Meinung nach die Favoriten der diesjährigen Supreme Surf Big Days?
- Die Dänen sind dieses Jahr mit am Start und die sind wie die alten Wikinger immer gut für ne’ Überraschung. Allerdings ist Philip Köster in jedem Fall „The Man to beat“. Lars Gobisch mit seiner Routine ist auch immer vorn dabei!

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg für die Supreme Surf Big Days 2009!
Foto und Interview: Markus Adrian – http://www.pointsofview.de

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Der Herbst war ja bisher nicht so spendabel mit stürmischen Winden! Obwohl wir im erweiterten Alarmzustand sind (es kreisen immer noch jede Menge Tiefs um Nordeuropa), haben wir die Waiting Period auf allgemeinen Fahrerwunsch verlängert. Sollten wir im November keine passablen Bedingungen mehr vorfinden, kann auch den ganzen Dezember durch gestartet werden. Die noch ungewöhnlich warmen Temperaturen kommen uns dabei natürlich entgegen. Wasser und Luft haben noch akzeptable Temperaturen und wir sind guter Dinge, dass wir mit der Verlängerung noch einen Contest bei amtlichen Bedingungen durchziehen können. Dann einfach mit Glühwein, Spekulatius und Weihnachtsmannpudelmütze! Wäre auf alle Fälle ein Novum in der noch jungen Big Days Geschichte!

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BigDays_-17Lange hat sich auf der Ostsee windtechnisch sehr wenig getan oder eben aus falschen Windrichtungen. Aber es ist Besserung in Sicht! Unser altbewährter Meteorologe aus Holland hat uns ein Update für nächste Woche gegeben. Es sind nicht weniger als drei vielversprechende Tiefs in Sicht. Momentan sollen diese, wie auch das Sturmtief heute, noch zu südlich durchziehen. Das kann sich aber in einer Woche noch leicht ändern.

Mehr lässt sich aus der derzeitigen Wettersituation leider noch nicht herauslesen, also auch nicht welche Tag, welches Tief am wahrscheinlichsten ist. Es ist aber seit Start der Waiting Period im Oktober die erste ernstzunehmende Chance.

Also Daumen drücken!

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kenneth_danielsenThe Supremesurf Big Days are a well-known standby contest for the german windsurfers. But this year also some danish guys will join the Supremesurf Big Days. Kenneth Danielsen (RRD, Simmer Style, MFC, PLASMA Boardwear, Mystic, Aeron Rig Products) isn´t just ripping the conditions on the northsea. Sailnumber D-38 also joined the PWA worldtour in his first year…

1. Your first year on the PWA tour is over. What are your impressions?

- For me it has always been a dream to compete on the PWA world tour. So I’m really happy to finally be in a position where I’m able to compete on that level. I’ve competed at 3 world cups this year and its been a really good experience.

2. Why are you joining the Supremesurf Big Days?

- Well, it actually was my good friend and PLASMA sponsor Robert Sand that told me about the contest. And I thought it sounds like a really cool concept, so I decided to join together with Robert.

3. Have you ever been surfing on the baltic sea?

- No its going to be the first time for me on the baltic sea. So I am really looking forward to try a new spot and some different conditions than what I’m used to.

4. Are you an aspirant for victory at the Supreme Surf Big Days?

- I definetely think I have a chance to win but I know there are some really good guys entering the contest, so I have to sail my best and don’t make any mistakes to have a chance.

5. Who will be in the final of the Supremesurf Big Days?

- There are many really good guys entering the contest so its hard to say, but for sure guys like Philip Köster, Klass Voget, Lars Gobisch, Florian Jung, Robert Sand and hopefully my self will end up in the finals.

We keep our fingers crossed that the right conditions are on their way! Good luck for the Supreme Surf Big Days and thank you for the interview.

Interview and picture: Markus Adrian – http://www.pointsofview.de

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PhilipKoesterBig Days Vorjahressieger Philip Köster (G-44) kommt gebürtig von den Kanarischen Inseln und holte sich bei den deutschen Meisterschaften auf Sylt in diesem Jahr den Titel im Wave/Freestyle. Auch international sorgt der erst 15-jährige Überflieger für Furore: mit dem 1. Platz beim Worldcup in Pozo/ Gran Canaria stellte er einmal mehr sein Potential unter Beweis.

1. Im letzten Jahr warst Du das erste Mal bei den Big Days dabei und hast Dir gleich den Sieg gesichert. Wie fühlte sich dass an?

- Ich hatte gar nicht damit gerechnet, wollte einfach mal mitmachen und sehen wie weit ich komme. War natürlich ein tolles Gefühl! Die Gegener hatten auch ein ganz schön hohes Niveau, das war spannend . Und obwohl die Kälte wirklich fies war, hat es Spass gemacht. Die Leute sind auch sehr nett gewesen, das war gut.

2. Wie bereitest Du Dich für die diesjährigen Supreme Surf Big Days vor?

- Eigentlich gar nicht besonders. Ich kann nicht irgendwo hinfahren zum Trainieren, weil ich zur Zeit die Fehlzeiten von der Schule aufholen muss und viele Examen schreibe. So muss ich auf Wind warten. Gran Canaria hat im Winter ja eher wenig Wind, sodass ich mit meinem neuen Slalommaterial rumsurfe und halsen trainiere. Wenn gar nichts geht, stehe ich auf meinem SUP. Allerdings hatten wir die letzten 2 Tage super Bedingungen und dann bin ich schon mal 5-6 Stunden draussen.

3. Der Druck ist unheimlich groß: Interviews, Berichte, hohe Erwartungen… Wie erhältst Du Dir die Freude am Sport?

- Ich denke den Spass werde ich doch nie verlieren, das ist eigentlich gar keine Frage. Mit den hohen Erwartungen kann ich gut umgehen. Wenn es nicht klappt mit einem guten Platz im Wettkampf, ärgere ich mich natürlich. Aber so ist doch der Wettkampf, Glück und Pech und Erfahrungen sammeln. Ich hatte dieses Jahr doch wirklich tolle Erfolge bei der PWA und der Deutschen Meisterschaft. Aber auch im Windsurfen  mit Freunden auf Gran Canaria, im Training – superhohe Sprünge, neue Moves ausprobiert , mit Slalom angefangen etc. Da ist noch viel zu erleben im Windsurfen. Ich habe da immer Spass und keinen Druck.

4. Nach dem Erfolg im letzten Jahr bist Du natürlich einer der Favoriten für die Supreme Surf Big Days 2009. Wer wäre Dein Wunschgegner für das Finale?

- Kann ich nicht sagen, da sind so einige sehr gut!

Wir lassen uns überraschen…
Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg bei den Supreme Surf Big Days 2009!
Fotograf und Autor der Interviews war Markus Adrian. http://www.pointsofview.de

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